Wie das Leben so spielt…

Wenn Zufallsbegegnungen das Leben auf den Kopf stellen

„Jule möchte dich gerne kennenlernen.“ Diesen Satz vernahm ich irgendwie durch meinen Gedankennebel, ohne ihm größere Bedeutung beizumessen. „Ja ist schon okay“, antwortete ich. Eigentlich hasste ich Hospitationen, aber wenn jemand es so spannend fand, bitte sehr…Einen Morgen würde ich das schon überstehen.

Und dann fiel das Ganze auch noch ins Wasser (beziehungsweise in andere Flüssigkeitsformen). Kurzfristig sagte sie ab aufgrund von Magen-Darm: Nee danke, damit konnte sie wirklich lieber zu Hause bleiben.

…

Ich merkte, dass heute etwas anders war. Nervös wippte Jule in meinem Rücken auf ihrem Sitzplatz, stand immer mal wieder auf und führte flüsternde Selbstgespräche. Nach einer Weile erhob sie sich ruckartig, kam zu mir und legte einen kleinen Zettel vor mich auf den Tisch. Peinlich berührt bis angstvoll ging sie, noch zögernd die Notiz wirklich liegen zu lassen: „Immer wenn ich bei dir bin, kribbelt es in meinem ganzen Körper.“

Mir wurde heiß und kalt zugleich. Momente, in denen ich die Kontrolle aufgeben musste, die mich unvorbereitet trafen, keine gewohnten Reaktionen erlaubten, lähmten meine Gedanken. Wie bitte sollte ich darauf reagieren?, diese Frage raste eigentlich zu erst durch meinen Kopf.

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